Der Prozessor Aus dem Plot geflüstert

Impressionen meiner Werke

Eine Politesse streift in ihrem Kontrollbereich durch den ruhenden Verkehr. Auch ihr Umfeld reflektiert sie aufmerksam. Diesen Überwachungsjob nahm sie an, weil sie aus ihrer Vergangenheit nach einer wichtigen Person ihres Vorlebens sucht. Ihre Gedanken wandern zurück.

Nichts voneinander wissend, wachsen zwei Mädchen, Abella und Clara, völlig getrennt auf. Abella in der DDR, Clara in der BRD. Beider Eltern arrangierten sich mit je dortig herrschenden Systemen und, entsprechend divergierenden gesellschaftlich-politischen Möglichkeiten, durchleben beide Töchter Kindheit und ihre Jugendzeit.

Wie sich auch in deren folgenden Entwicklung die Welt erklärt und erweitert, bemerken sie, dass mit ihren Eltern irgendetwas nicht stimmt, weil nach ihrem Gefühl ihr Eltern-Kind Verhältnis nicht harmoniert.  

In jener Zeit frühen Aufbruchs in ihre Selbstständigkeit, treffen sich in ungewöhnlichen Umständen Abella und Clara. Und, eine wie die andere, besitzen nicht nur gleiche Gestalt, sondern ein begleitendes, unmittelbar einsetzendes Grundgefühl emotionaler Kopplung beweist quasi ihre gedoppelte Identität. Es ist offensichtlich, Abella und Clara sind eineiige Zwillinge. Doch wie erklären sich dann ihre verschiedenen Eltern? Dazu noch in verschiedenen politischen Systemen? Abella und Claras Schicksal wird zur Chiffre, es gilt dieses zu entschlüsseln.

Jenseits des Kalten Krieges, jenseits großräumiger Trennung politischer Systeme BRD von DDR, herrscht die Zeit der Roten Armee Fraktion (RAF). Deren Terroristen werden in der Bundesrepublik verfolgt während diese flüchtigen Systemstörer in ihrer doktrinären Nähe zur DDR in deren Machtbereich geduldet werden.

Durch widrige Umstände in dieses gesamtdeutsche Bi-Verhältnis gezwungen, arbeitet Abella im geheimen Auftrag und spioniert in verdeckter Arbeit dieses Terrornetz aus. Da sie in Aufklärung geübt, übernimmt sie die Führung der Zwillinge zur Suche ihrer wahren Eltern. Nun verfolgen sie ihre Spur und werden doch zugleich von deren verborgenen Fakten gejagt, denn je mehr beide von ihrem gemeinsamen Ursprung etwas auspacken können, umso mehr treffen sie auf eine bizarre und für sie geradezu riesige politische Dimension verschlungener Hierarchien. Ihr Schicksal ist wahres Moment und grundentscheidende Kraft zur Deutschen Einheit im Jahre 1990. 

In dem Thriller «Der Prozessor» schreibt die Vereinigung Deutschlands ihre bisher verborgene Geschichte.

                                                                                              Euer Ingo R. H. Treuner / 25. September 2019

2 Antworten

  1. Ingo Treuner sagt:

    Der Prozessor
    Die Deutsche Einheit entlang einer Verschwörungstheorie mit wahrhaftigen Stützpunkten.
    Gruß

  2. Ingo Treuner sagt:

    Selbstgespräch:
    Jede politisch-gesellschaftliche Wahrnehmung ist lediglich eine diffuse Menge von Erkenntnisleistungen. Deshalb gibt es hier keine zeitresistenten Monumente. Der verewigende Blick der Zeitzeugen trifft am Ende lediglich aufs blanke Tragwerk, welches des „Prozessors“ Werk. Diese Spannung trägt das Buch.

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